Sie haben für eine Website bezahlt, sie sieht gut aus, und wenn Sie Ihr Unternehmen bei Google suchen, ist es nicht da. Oder es steht auf Seite vier, unter Verzeichnissen und Wettbewerbern. Das ist das häufigste Problem, das ich bei Websites kleiner und mittlerer Unternehmen sehe, und fast immer hat es eine auffindbare Ursache.
Dieser Leitfaden geht die Ursachen in der Reihenfolge durch, in der ich sie prüfe: von denen, die eine Website völlig unsichtbar machen, bis zu denen, die sie nur nach unten drücken. Technisches Wissen ist nicht nötig.
1. Zuerst: Weiß Google, dass Ihre Website existiert?
Suchen Sie bei Google nach site:yourdomain.com und ersetzen Sie die Domain durch Ihre eigene. Das ist eine schnelle Orientierung, kein vollständiger Bericht über den Google-Index.
- Keine Ergebnisse: Das beweist nicht, dass Ihre Website nicht indexiert ist. Prüfen Sie die Startseite und wichtige Seiten in der Google Search Console.
- Einige Seiten erscheinen: Prüfen Sie fehlende Seiten einzeln, bevor Sie annehmen, dass sie blockiert oder schwer auffindbar sind.
- Ihre Seiten erscheinen: Für Ihre Ziel-Suchanfragen können sie trotzdem niedrige Positionen haben. Prüfen Sie Relevanz, Qualität der Inhalte und Wettbewerb.
Nutzen Sie für eine bestimmte URL das URL-Prüftool der Google Search Console (Abschnitt 3). Prüfen Sie den Indexierungsstatus, den Crawling-Zugriff, Indexierungsanweisungen und die von Google ausgewählte kanonische URL. Search Console und eine Sitemap helfen Ihnen bei der Überwachung und Google beim Entdecken von URLs. Beides ist keine Voraussetzung für die Indexierung einer Seite.
2. Ihre Website sagt Google, es soll draußen bleiben
Überraschend oft blockiert eine Website Google selbst, meist weil eine Einstellung aus der Entwicklung nie abgeschaltet wurde. Prüfen Sie Folgendes:
- Ein
noindex-Tag. Eine einzige Zeile im Seitencode, die Suchmaschinen sagt, die Seite nicht anzuzeigen. Viele Baukästen und WordPress haben eine Option „Suchmaschinen davon abhalten“, die ihn auf jeder Seite einfügt. - Eine blockierende
robots.txt. Öffnen Sieyourdomain.com/robots.txt. Steht dortDisallow: /unterUser-agent: *, bitten Sie alle Suchmaschinen, die Website nicht zu crawlen. - Falsche Canonical-Tags. Ein Canonical-Tag sagt Google, welche Version einer Seite die „echte“ ist. Zeigt jede Seite auf die Startseite oder auf eine alte Domain, ignoriert Google die Seiten.
- Eine Website noch hinter einem Passwort oder auf einer temporären Entwicklungsadresse.
Jeder dieser Punkte kann eine Website völlig unsichtbar machen, und jeder ist schnell behoben, sobald er gefunden ist.
3. Keine Search Console, keine Sitemap
Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie Google Ihre Website sieht: welche Seiten indexiert sind, welche Fehler haben und bei welchen Suchen Sie erscheinen. Ist sie nicht eingerichtet, schaut niemand hin.
- Fügen Sie Ihre Domain in der Search Console hinzu und bestätigen Sie, dass sie Ihnen gehört.
- Reichen Sie Ihre Sitemap ein, meist unter
yourdomain.com/sitemap.xml. Eine Sitemap ist eine Liste Ihrer Seiten, die Google hilft, alle zu finden. - Prüfen Sie Startseite und wichtigste Leistungsseiten mit dem URL-Prüftool. Ist eine Seite nicht indexiert, sagt das Tool warum, und Sie können die Indexierung beantragen.
Achten Sie auch darauf, dass die Website als Eigentum des Inhabers eingerichtet ist und nicht nur im Konto dessen, der sie gebaut hat. Sie sollten Ihre eigenen Daten sehen können.
4. Technische Probleme, die Sie nach unten drücken
Ist eine Website indexiert, beeinflusst die technische Qualität, wie gut sie rankt und, noch wichtiger, ob Besucher bleiben.
- Langsam auf dem Handy. Die meisten Besucher kommen über das Handy, oft mit mobilen Daten. Riesige Bilder und schwere Themes machen Seiten langsam. Googles PageSpeed Insights zeigt Ihre Core Web Vitals und was zu beheben ist.
- Kaputtes mobiles Layout: zu kleine Schrift, zu dicht stehende Schaltflächen, Menüs, die sich nicht öffnen.
- Kein HTTPS oder ein abgelaufenes Zertifikat, wodurch Browser eine Sicherheitswarnung zeigen.
- Doppelte Versionen der Website:
httpundhttps, mit und ohnewww, alle gleichzeitig erreichbar. Wählen Sie eine und leiten Sie die anderen dorthin um. - Inhalte, die erst nach dem Ausführen von JavaScript erscheinen, bei manchen Baukästen. Google kann sie meist darstellen, aber einfaches HTML ist zuverlässiger.
5. Ihre Seiten passen nicht zu dem, wonach Menschen suchen
Das ist die größte Ursache für schlechte Rankings, wenn die technische Basis stimmt. Eine typische Website eines kleinen Unternehmens hat eine Startseite, die alles sagen will, eine allgemeine Seite „Leistungen“ und eine Seite „Über uns“. Google hat nichts Konkretes, das es einer Kundensuche zuordnen könnte.
- Eine Seite pro Hauptleistung. Wenn Sie drei Leistungen verkaufen, braucht jede eine eigene Seite mit eigenem Titel, damit sie für ihre eigenen Suchen ranken kann.
- Schreiben Sie Titel für Suchen, nicht für Slogans. „Willkommen in unserem Unternehmen“ sagt Google nichts. „Reparatur von Industrieanlagen in Jerewan“ schon. Jede Seite braucht einen eigenen Title und eine eigene Meta-Description.
- Beantworten Sie die Fragen, die Kunden wirklich stellen: wovon der Preis abhängt, wie lange es dauert, welche Gebiete Sie bedienen, was Sie unterscheidet. Konkreter, nützlicher Text schlägt allgemeine Werbetexte.
- Zeigen Sie Belege: echte Projekte, Zahlen, Fotos und Kundennamen (mit Erlaubnis). Sie schaffen Vertrauen bei Besuchern und geben Google substanzielle Inhalte.
6. Lokale Suche: Google Maps und Ihr Unternehmensprofil
Für alle, die Kunden in einer Stadt bedienen, sind die Kartenergebnisse oben bei Google oft wichtiger als die normalen Ergebnisse. Sie stammen aus dem Google-Unternehmensprofil, nicht von Ihrer Website.
- Erstellen oder beanspruchen Sie Ihr kostenloses Google-Unternehmensprofil und bestätigen Sie es.
- Wählen Sie die richtige Hauptkategorie, ergänzen Sie Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Fotos und eine klare Beschreibung.
- Halten Sie Firmenname, Adresse und Telefonnummer auf Website, Profil und in Verzeichnissen exakt gleich.
- Bitten Sie zufriedene Kunden um Bewertungen und antworten Sie darauf.
- Verknüpfen Sie das Profil mit Ihrer Website und die Website mit Ihrem Standort.
7. Mehrsprachige Websites: Armenisch, Russisch und Englisch
Unternehmen in Armenien brauchen oft zwei oder drei Sprachen. Falsch umgesetzt, konkurrieren die Sprachversionen miteinander oder werden gar nicht indexiert.
- Geben Sie jeder Sprache eine eigene URL, zum Beispiel
/hy/,/ru/und/en/. Wechseln Sie die Sprache nicht nur per Button oder Cookie auf derselben URL. - Fügen Sie
hreflang-Tags hinzu, damit Google weiß, welche Seite die armenische, russische oder englische Version desselben Inhalts ist. - Leiten Sie Besucher nicht automatisch nach IP-Adresse um. Google crawlt meist von außerhalb Armeniens und sieht Ihre anderen Sprachversionen sonst womöglich nie. Bieten Sie stattdessen eine klare Sprachauswahl.
- Übersetzen Sie auch Titel und Beschreibungen, nicht nur den sichtbaren Text, und verwenden Sie die Wörter, die Menschen in jeder Sprache tatsächlich eintippen.
8. Neue Websites brauchen Zeit und Vertrauen
Ist Ihre Website neu, ist etwas Geduld normal. Google braucht Zeit, um sie zu entdecken, zu crawlen und zu bewerten. Technische Korrekturen werden oft in Tagen oder Wochen erkannt; Rankings für umkämpfte Suchen brauchen meist Monate.
Vertrauen wächst, wenn andere relevante Websites auf Ihre verlinken: Partner, Lieferanten, Branchenverbände, lokale Verzeichnisse und Presse. Ein Link von einer angesehenen Website Ihrer Branche ist mehr wert als viele Links aus beliebigen Verzeichnissen. Kaufen Sie keine Links, um Rankings zu manipulieren; das verstößt gegen die Spam-Richtlinien von Google. Wenn Sie für eine Platzierung oder ein Sponsoring bezahlen, sollte der Link mit rel="sponsored" gekennzeichnet sein. Kein einzelner Link garantiert ein besseres Ranking.
9. Die 15-Minuten-Checkliste
| Prüfpunkt | Wie | Gutes Ergebnis |
|---|---|---|
| Ist die Website indexiert? | site:yourdomain.com | Ihre Hauptseiten erscheinen |
| Ist etwas blockiert? | /robots.txt öffnen; URL-Prüfung | Kein Disallow: /, kein noindex |
| Ist die Search Console eingerichtet? | Fragen Sie, wer die Website gebaut hat | Ja, in Ihrem eigenen Konto |
| Gibt es eine Sitemap? | /sitemap.xml öffnen | Listet alle Hauptseiten, eingereicht |
| Schnell auf dem Handy? | PageSpeed Insights, Tab „Mobil“ | Core Web Vitals bestanden |
| Nur eine Version? | http, https, mit und ohne www testen | Alles leitet auf eine Adresse um |
| Eigene Titel pro Seite? | Auf jeder Seite den Browser-Tab ansehen | Konkrete, unterschiedliche Titel |
| Google-Unternehmensprofil? | Firmennamen in Maps suchen | Bestätigt, vollständig, mit Bewertungen |
| Sprachen richtig eingerichtet? | Jede Sprache hat eine eigene URL | Eigene URLs und hreflang |
Prüfen Sie zuerst den Indexierungsstatus und beheben Sie bestätigte Crawling- oder Indexierungsprobleme. Prüfen Sie anschließend Inhalte und Ranking-Faktoren. Die Einrichtung der Search Console und das Einreichen einer Sitemap unterstützen Überwachung und Auffindbarkeit; ihr Fehlen allein verhindert keine Indexierung.
Siehe auch: Webdesign und SEO · Leitfaden: ein Prüflabor nach ISO/IEC 17025 aufbauen